Ab dem 23. April 2015 wird das Künstlerkollektiv KONSORTIUM die Kunst-Station in einen temporären Ausstellungsort verwandeln, der doch keiner sein will.
Das KONSORTIUM wurde 2004 in Düsseldorf gegründet. Seither stellte die Gruppe in zahlreichen Museen und Galerie im In- und Ausland aus. 2010 realisierten Lars Breuer, Sebastian Freytag und Guido Münch gemeinsam eine permanente Wandinstallation für das Museum Folkwang in Essen. Neben solchen Gemeinschaftsprojekten entwickeln die drei Künstler seitjeher unabhängig voneinander auch ihr eigenes, individuelles Werk weiter.
Mit dem aktuellen künstlerischen Beitrag für die Kunst-Station Wolfsburg tritt das KONSORTIUM mit seinen Wand- und Deckenmalereien nicht nur in einen konkreten, formal-ästhetischen Dialog mit dem minimalistischen Bodenkunstwerk von Daniel Buren. Wie die Folienarbeit auf der Fensterseite des Raumes verdeutlicht, nimmt die Gruppe hier ganz direkt die gegenwärtigen Möglichkeiten kollektiver künstlerischer Arbeit in den Fokus.
Als historische Referenz dient ihnen dabei die 1966 von Daniel Buren selbst ins Leben gerufene Gruppe BMPT (Buren, Mosset, Parmentier, Torini), die 1967 in Paris vier Aktionen durchführte, bei der sie ihre radikale Ablehnung gegenüber dem etablierten Kunstbetrieb demonstrierten.
In der Städtischen Galerie Wolfsburg wird das KONSORTIUM eine dieser radikalen Aktionen vom 18. bis 23. April reinszenieren und neu interpretieren. Die Dokumentation und Ergebnisse dieser künstlerischen Re-Aktion werden innerhalb des aktuellen Ausstellungsprogramm RE_VISION bis zum 16. Juli 2015 zu sehen sein.
Eine Ausstellung in Kooperation mit der Deutschen Bahn und der Neuland Wohnungsgesellschaft.
