Der Förderverein der Städtischen Galerie Wolfsburg, jugend in der galerie e.V., und der Volkswagen Konzern haben 2017 ein bisher einzigartiges Projekt ins Leben gerufen. Mit dem Volkswagen Fellowship wird im Rahmen des internationalen VW Fellowship Programms in der Städtischen Galerie Wolfsburg ein freies Stipendium für Kunstvermittler*innen vergeben. Ziel des Stipendiums ist es, sowohl die Kunstvermittler*innen selbst sowie innovative Ansätze für die Vermittlung zeitgenössischer Kunst zu fördern. Das Stipendium ist mit insgesamt 20.000 € dotiert und wird jeweils für ein Jahr vergeben.
Im Herbst 2021 erhalten Miriam Trostorf und Lara Dade das Stipendium Volkswagen Fellowship.
Volkswagen und der Förderverein der Städtischen Galerie Wolfsburg, jugend in der galerie e.V., äußern sich sehr erfreut darüber, dass es auch für 2021/22 gelungen ist, das Stipendium „Volkswagen Fellowship“ auszuschreiben und durchzuführen. Die Stipendiatinnen sind Miriam Trostorf und Lara Dade.
Lara Dade und Miriam Trostorf haben sich mit dem Konzept „auf der Suche nach Koordinaten im Dazwischen“ beworben. Dies beginnt mit einer lokalen, kollaborativen, künstlerischen Forschungsreise, welche die Nachhaltigkeit zum Zentrum hat. Ihre Leitfrage ist: „Welche Handlungsweisen, Annahmen, Sprachen (Transmitter, Formate, Mobile), gilt es zu erlernen oder zu verlernen, um sich Räume der Kunst und Kultur gemeinsam anzueignen?“ Volkswagen, die Städtische Galerie Wolfsburg, jugend in der galerie e.V. und agency art education freuen sich auf diesen Impuls für zeitgemäße Kunstvermittlung, welche als Feldforschung beginnt und zum Ende des Stipendiums Erkenntnisse bündeln und vermitteln wird.
Lara Dade und Miriam Trostorf finden sich als Kunst- und Kulturvermittlerinnen immer wieder in der Rolle von Mittlerinnen und beschreiben ihre Arbeit als ein koordinieren des Dazwischen. Seit 2021 leiten und konzipieren das Langzeitprojekt HOLO RAMPE in der M.1 / Arthur Boskamp-Stiftung Hohenlockstedt als Teil des Vermittler:innen Kollektivs rampe:collective (2021); ebenso leiten und konzipierten sie das Projekt ‚Corona Korrespondenzen‘, ein kontaktloses künstlerisches Forschungsprojekt mit Jugendlichen des Übergangswohnheims Marienfelde in Kooperation mit dem 3D Medienhaus (seit 2020), Berlin, im Jahr 2018 konzipierten sie für die Ausstellung „Erinnerungs_Welten“ im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg eine partizipative Entwicklung eine Audiowalks durch die Ausstellung mit dem Titel: „Mobile Welten. Zur Migration der Dinge in transkulturellen Gesellschaften“ mit Mädchen aus dem Übergangswohnheim Marienfelde.
Hier geht es zur Kollektiv-Webseite der Stipendiatinnen, auf der einige ihrer Projekte beschrieben werden: www.rampecollective.org
